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SCHILLER

Der Dichtung muntre Schattenwelt


Gedichte und Auszüge aus Dramen und Briefen Friedrich von Schillers

"Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne." Des Dichters Worte, vor über zweihundert Jahren geschrieben, haben von ihrer Gültigkeit nichts verloren. Im Gegenteil! Sie sind heutiger denn je. Schiller, welcher sich sein Leben lang mit den Fragen nach einer idealen Gesellschaftsform auseinandersetzte und auch die Kritik an der damals bestehenden in seine philosophischen Abhandlungen, vor allem aber auch in seine Dichtkunst, einfließen ließ, legte seinen berühmt gewordenen Figuren feurige Botschaften in den Mund: Johanna, Marquis Posa, Fiesko, Maria Stuart und Schiller selbst ("Geben Sie Gedankenfreiheit!") kommen hier zu Wort.

So fügen sich Auszüge aus den Dramen "Die Jungfrau von Orleans", "Don Carlos, Infant von Spanien", "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua", "Maria Stuart", eine Auswahl von Gedichten und Gedanken aus prosaischen Schriften, welche ebenso die Begriffe "Schönheit" und "Liebe" im Verhältnis zur Freiheit und gesellschaftlichen Entwicklung beleuchten, zu einer wortgewaltigen Collage, die die Zeitlosigkeit Schillerscher Gedanken und Auffassungen widerspiegeln soll. Dem "Dichter der Freiheit" soll hier im eigentlichen Sinne ein Denkmal gesetzt werden.
Informationen zum ProgrammSchauspiel-Solo
Spieldauer: 60 min
Idee, Konzept und Erarbeitung: Cora Chilcott

Referenzen:
Schiller-Kolloquium Leipzig, Premiere: Kirche Alt-Pankow Berlin, Goethe-Gesellschaften Köln, Gera und Nürnberg, Goethe-Institut Oslo, Romantikerhaus Jena
Stimmen der Presse→ Ein Dichter berührt die Herzen Ein Dichter berührt die Herzen  Kulturforum Schloß Holte-Stukenbrock. Neben Johann Wolfgang von Goethe war Friedrich Schiller einer der bedeutendsten Dichter und Denker. "Diese emotionale Sprachgewalt, die durchdrungen ist mit tiefer Erkenntnis, das vermisse ich ein bisschen in der Gegenwart", sagt Cora Chilcott. Mit ihrem Schillerprogramm "Der Dichtung muntre Schattenwelt" ist die Berliner Schauspielerin jetzt auf Einladung des Kulturkreises Schloß Holte-Stukenbrock zu Gast gewesen. Dort hatte Cora Chilcott vor drei Jahren bereits mit ihrem Shakespeare-Soloauftritt überzeugt. Nun also Schiller. Dramatisch, anrührend, unter die Haut gehend war das, was die Besucher zu hören bekamen. Und genau deshalb habe sie sich für Schiller entschieden. "Goethe war nicht so leidenschaftlich." Die Aussagekraft beider Männer hingegen sei "aktueller denn je". ... Chilcott berichtete vom berühmten Balladenjahr 1797, in dem sich ein positiver Dichterwettstreit entwickelte. "Eine wichtige Zeit für beide." Chilcott liegt daran, die Kunst der beiden Literaten wach zu halten. "Ich möchte sie bewahren." Und so bekam das Publikum in dem gut einstündigen Monolog tiefe Einblicke in die Seelenwelt Schillers. ... Karin Prignitz - Neue Westfälische Zeitung 07/2017
→ Schillers Zeitkritik: Der Schein regiert die Welt Schauspielerin Cora Chilcott gastiert im Kulturforum  Schloß Holte-Stukenbrock. ... Mit blauem Gehrock, weißem Hemd, schwarzen Kniestiefeln und schwarzer Schleife im Haar nahm die Schauspielerin das Publikum mit in die Welt des am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geborenen Johann Christoph Friedrich Schiller. Unglaublich, mit welcher Leidenschaft und sprachlicher Brillanz sie den deutschen Dichter als zeitkritischen Geist, Philosoph, Aufklärer, Querulanten und Kritiker in Szene setzte. Sie schlug damit eine Brücke zwischen ihm und der heutigen Kultur mit ähnlichen gesellschaftlichen Problemen. ... Als die Schauspielerin lautstark Schillers Forderung "Geben Sie Gedankenfreiheit" zu Gehör brachte, wurde es mucksmäuschenstill im Kulturforum. Die Künstlerin verstand es, Gänsehaut bei ihren Zuhörern zu erzeugen. ... Renate Ibeler - Westfalen-Blatt 07/2017