
Die Solo-Musikshow mit Live-Band erinnert mittels populärer Songs an die legendäre und einzigartige Bühnen- und Filmschauspielerin, Sängerin, Buchautorin und Liedtexterin Hildegard Knef.
Als erste Darstellerin in einem deutschen Nachkriegsfilm ("Die Mörder sind unter uns"), als erster deutscher weiblicher Hollywood- und Broadwaystar ("Schnee am Kilimandscharo", "Silk Stockings") und ebenso als erste Schauspielerin, die ihre eigene Biografie schrieb ("Der geschenkte Gaul") wurde die Knef zur Ikone, zum Idol!
"Von nun an ging's bergab", "Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen", "Ich brauch' Tapetenwechsel" und natürlich "Für mich soll's rote Rosen regnen" gehören zum Besten im deutschen Chansonrepertoire.
Dieser besondere Abend ist nicht nur eine liebevolle Hommage an Hildegard Knef, sondern auch eine Zeitreise durch ihr bewegtes Leben, das bis heute viele Menschen fasziniert und inspiriert. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme bringt Cora Chilcott zusammen mit wunderbaren Musikern die unverwechselbare Atmosphäre der Knef-Ära auf die Bühne.
Solo-Musikshow mit Live-Band
Buch/Regie: Wolfgang Seppelt
Mitarbeit: Cora Chilcott
Musikalische Leitung: Carly Quiroz
Spieldauer: 100 min, eine Pause
Booking: kontakt@corachilcott.de
Seit ihr der aus der Emigration zurückgekehrte Werner Richard Heymann 1952 das Lied "Heut' gefall' ich mir" für den Film "Alraune" schrieb, blieb Hildegard Knef für Jahrzehnte eine singende Schauspielerin, die bald mit selbst verfassten Texten und ihrer rauchigen Stimme die größten Erfolge erzielte. Als sie für volle zwei Jahre am Broadway in Cole Porters Musical "Silk Stockings" auftrat, nannte sie keine geringere als Ella Fitzgerald die "beste Sängerin ohne Stimme".
Das Repertoire der 2002 verstorbenen Grande Dame wurde vielfach von anderen ausprobiert, Namen wie Dorit Gäbler oder Rita Feldmeier, Georgette Dee oder Tim Fischer stehen dafür. Deren Entscheidung war, entweder so dicht an der Knef zu bleiben, dass das Publikum den Wiedererkennungseffekt genießt, oder aber etwas Eigenständiges zu schaffen.
Im Zeichen des bevorstehenden 100. Geburtstages der Diva hat sich Cora Chilcott für ersteres entschieden. ... Das neue Programm über die Knef heißt nach ihrer Hymne "Für mich soll's rote Rosen regnen", in dem Chilcott als die Diseuse, mal am Schminktisch sitzend, mal den ganzen Raum einnehmend, den lakonischen, oft schnoddrigen Tonfall des Vorbilds verblüffend gut trifft. Wolfgang Seppelt, der für Buch und Regie verantwortlich zeichnet, lässt sie wichtige Teile ihrer Lebensgeschichte erzählen, unterbrochen durch sowohl bekannte Titel, wie von der Birke, die Tapetenwechsel braucht, als auch weniger geläufige, ernste, etwa "Illusionen". Zwar bellt die Chilcott ihre Lieder in typischer Knef-Manier heraus, aber sie lässt in einigen Phrasen immer erkennen, dass sie auch eine Sängerin "mit Stimme" ist, was sie über das Vorbild hinaushebt und ihm doch gerecht wird. Das ist auch dem musikalischen Leiter Carly Quiroz, einem Virtuosen am E-Klavier und seinen Mitspielern Tilman Person und Carmelo Leotta zu verdanken, die vom Publikum ebenso umjubelt wurden, wie Cora Chilcott. Und die Knef würde sicherlich kommentieren: "Von nun an ging's bergauf!"
Frank Burkhard - Das Blättchen - Bemerkungen - 28. Jahrgang - Nummer 20